Kurzsichtigkeit lasern per Augenlaser-OP

Wenn das Sehen im Nahbereich funktioniert, aber alles in der Ferne unscharf ist, dann handelt es sich um Kurzsichtigkeit, neben der Weitsichtigkeit eine der häufigsten Formen der Fehlsichtigkeit. Anders als die Weitsichtigkeit wird Kurzsichtigkeit vererbt, aber auch der Augapfel kann zu lang sein.


Ebenfalls ein Grund für Kurzsichtigkeit ist eine zu hohe Brechkraft im System aus Hornhaut, Linse und Glaskörper. Mit einer Brille kann diese Sehschwäche ebenso korrigiert werden wie auch mit Kontaktlinsen, aber auch eine Augenoperation Kurzsichtigkeit ist eine bewährte Methode, um in Zukunft auf Sehhilfen wie Brillen und Kontaktlinsen zu verzichten.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAAugen Lasern bei Fehlsichtigkeit

Alle, die unter Kurzsichtigkeit leiden, sehen eine scharfe klare Abbildung von weiter entfernten Gegenständen, aber auf der Netzhaut erscheint dieses Bild unklar und verschwommen. Dieses Bild wird dann von der Netzhaut an das Gehirn übermittelt und in der Folge sieht man schlecht. Die Kurzsichtigkeit hat gegenüber der Weitsichtigkeit aber einen sehr großen Vorteil, denn mit zunehmendem Alter kommt es zur sogenannten Alterssichtigkeit, das heißt, mit den Jahren kann derjenige, der bisher unter Kurzsichtigkeit gelitten hat, wieder deutlich besser und manchmal sogar ohne Brille sehen. Das hat mit der nachlassenden Elastizität der Linse zu tun, und viele Kurzsichtige können in späteren Jahren auf eine Lesebrille verzichten, Weitsichtige hingegen nicht.

Operationen mit dem Präzisionslaser

Die OP, die mit einem Präzisionslaser durchgeführt wird, ähnelt einer OP bei Weitsichtigkeit. Der Arzt öffnet mit einem feinen Schnitt die dünne Lamelle, die die Hornhaut bedeckt, und klappt sie auf. Dann kommt der Laser zum Einsatz, der die Hornhaut abträgt, der Deckel wird wieder zurückgeklappt und die OP ist beendet. Der Patient bleibt während des Eingriffs wach, die Narkose erfolgt nur örtlich, auf Wunsch kann man aber auch ein leichtes Beruhigungsmittel bekommen. Das Augenlasern bei Kurzsichtigkeit kann aber nur unter bestimmten Bedingungen durchgeführt werden. Zum einen muss die Hornhaut ausreichend dick sein und zum anderen darf sich die Sehstärke in den vergangenen Monaten nicht verändert haben.

Nach der Operation muss der Patient sich noch eine Weile ausruhen und kann nach Hause entlassen werden. Am nächsten Tag findet dann eine Kontrolluntersuchung statt und die meisten Patienten können zu diesem Zeitpunkt bereits klar und scharf sehen. Nach einer Augenoperation bei Kurzsichtigkeit werden weder eine Brille noch Kontaktlinsen mehr benötigt.

Alternative künstliche Linse

Ist der Patient aber hochgradig kurzsichtig oder hat die Hornhaut nicht die entsprechende Dicke, die für einen Laser Eingriff notwendig ist, dann empfehlen Augenärzte, eine künstliche Linse einzusetzen. Diese sogenannte ICL, Intraokulare Contact Linse, wird in die Hinterkammer des Auges vor die natürliche eigene Linse hinter der Regenbogenhaut platziert. Bei jüngeren Patienten, die kurzsichtig sind, bietet sich in Problemfällen die ICL an, bei älteren Patienten raten Ärzte hingegen zu einem Eingriff, wie er auch beim Grauen Star durchgeführt wird. Hier wird die eigene trübe Linse entfernt und durch eine künstliche Linse ersetzt.