Grauer Star Augen-Operation & Behandlung: Linsen oder Laser?

Viele kennen den Begriff Grauer Star und wissen, dass es sich dabei um eine Augenkrankheit handelt, aber genaueres wissen die wenigsten. Was ist Grauer Star, wie wird er erkannt und wie kann man ihn erfolgreich behandeln?

11128400214Grauer Star trifft auch jüngere Menschen

Es ist ein Irrtum zu glauben, dass nur ältere Menschen an einem Grauen Star erkranken können, denn auch bei jungen Menschen, Kindern und sogar Säuglingen wird schon Grauer Star diagnostiziert. In der Regel erkranken aber Menschen ab dem 60. Lebensjahr am Grauen Star und die Ärzte sprechen dann von einem Altersstar. Man schätzt, dass es bei rund 40% aller am Grauen Star Erkranken zu einer vollkommenen Erblindung kommt. Um das zu vermeiden, ist es immer ratsam, vorsorglich und vor allem frühzeitig zur Vorsorge zu gehen. Ab dem 40. Lebensjahr sollte man regelmäßig die Augen untersuchen lassen.

Wie Grauer Star entsteht und wie es überhaupt dazu kommt, ist bis heute noch unbekannt. Aus einer ungeklärten Ursache verändert sich plötzlich das Struktureiweiß in der Linse und beginnt zu kristallisieren. Es kommt zu einer Trübung der Linse, die Augenlinse, die normalerweise für einen klaren und scharfen Blick sorgt, wird trübt und der Betroffene sieht wie durch einen Schleier oder durch einen Nebel. Das einfallende Licht ist nicht mehr in der Lage, ungehindert durch die Linse zu treten und das Licht wird zudem gestreut. Die Netzhaut kann keine klaren Bilder mehr „liefern“.

Was ist Grauer Star & welche Symptome gibt es?

Die ersten Symptome sind ein unscharfer Blick und auch die Farben sind nicht mehr so deutlich, der Betroffene beginnt schwarz-weiß zu sehen. Auch die Lichtempfindlichkeit nimmt zu und Licht, das plötzlich blendet, wird als schmerzhaft empfunden. Auch Doppelbilder und eine Einschränkung der räumlichen Wahrnehmung können Anzeichen für einen Grauen Star sein. Kommt es zu einem sogenannten Totalstar, dann ist eine völlige Erblindung die Folge, alle anderen Symptome hängen vom Schwergrad des jeweiligen Grauen Star ab.

Welche Behandlung kommt in Frage?

Welche Behandlung Grauer Star gibt es? Wird die Erkrankung frühzeitig erkannt, dann versucht der Arzt eine Korrektur durch eine passende Brille oder auch mit Grauer Star Linsen zu erreichen. Gelingt das nicht, dann bleibt als einzige Option nur noch die Grauer Star OP. Ein Medikament, um die Krankheit zu heilen oder sie zumindest zu verzögern, gibt es leider nicht. Wenn die Diagnose Grauer Star gefallen ist, dann werden die meisten Augenärzte zu einer Operation raten. Aber was passiert bei einer Grauer Star Operation und wie hoch sind die Chancen auf eine völlige Genesung?

Moderne Linsen

Die Grauer Star OP ist im Grunde unspektakulär, denn der Arzt ersetzt die trübe Linse einfach durch eine künstliche Linse, die sogenannte Intraokularlinse aus Acryl oder Silikon. Eine Grauer Star Operation kann unter lokaler Betäubung durchgeführt werden, eine Vollnarkose ist dabei nicht notwendig. Voraussetzung ist allerdings, dass der Patient was seinen Kreislauf angeht, stabil ist. Zudem sollte eine Betreuung in den ersten Tagen nach der OP dem Patienten zur Seite stehen und auch eine optimale Nachbetreuung durch einen Augenarzt mit gewährleistet sein.

Grauer Star – wann operieren? Diese Frage wird immer wieder gestellt. Bei einem kleinen Hauch von Schleier oder Nebel vor dem Auge besteht noch kein Grund für eine Operation und auch nicht jeder ältere Mensch bekommt automatisch einen grauen Star. Rund 600.000 mal im Jahr führen deutsche Augenärzte eine Grauer Star OP durch, und bei den 90% bis 95% der Patienten bessert sich das Sehvermögen nach dem einfachen Eingriff sehr deutlich.